Die portugiesische Fluggesellschaft TAP soll nun endgültig verkauf werden. Neben der Lufthansa, die durch die Zugehörigkeit zur STAR Alliance als ein potenzieller Käufer gilt, gibt es es noch Interesse von Air France/KLM und dem Zusammenschluss um die britische British Airways (IAG). Da die Lufthansa selbst mit den Nebenwirkungen des kürzlich getätigten Kauf der italienischen ITA kämpft, rückt Air France/KLM immer mehr in den Mittelpunkt des Kaufinteresses. Diese Gesellschaft gehört allerdings einem anderen Zusammenschluss von Fluggesellschaften an, so dass die TAP dann zum Wechsel gezwungen wäre. Offiziell spricht man von einem Verkaufspreis um die 800-900 Mio Euro, da die TAP erstmalig Ende 2022 wieder Gewinne eingefahren hat. Dieser Verkaufspoker bleibt jedenfalls spannend und es ist bis heute unklar wer von diesen drei genannten Bewerbern den Zuschlag 2023 bekommen wird. 

 

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Streik 

TAP streicht  Ende Januar 1.300 Flüge

TAP Air Portugal Airbus A330-900
TAP Air Portugal Airbus A330-900, © Airbus

 

LISSABON - Das Kabinenpersonal der portugiesischen Fluggesellschaft TAP tritt ab 24. Januar einen siebentägigen Streik an. Diese bereits im Dezember angekündigte Arbeitsniederlegung für den Zeitraum vom 25. bis 31. Januar wurde am Donnerstagabend auf einer Vollversammlung der Flugbegleiter-Gewerkschaft SNPVAC bestätigt.

TAP teilte mit, der Streik werde zur Streichung von 1.316 Flügen führen und rund 156.000 Passagiere treffen. Die vom Ausstand verursachten Kosten würden sich auf mindestens 48 Millionen Euro belaufen. Ein zweitägiger Streik im Dezember habe bereits acht Millionen Euro gekostet.

Die 1945 gegründete TAP hat als größte Fluggesellschaft Portugals etwa 6.600 Mitarbeiter - rund 2.000 weniger als vor Ausbruch der Pandemie. Schwarze Zahlen schrieb das Unternehmen zuletzt 2017. 2020 und 2021 gab es jeweils Rekordverluste von 1,2 Milliarden und 1,6 Milliarden Euro während Ende 2022 wieder Gewinne gemeldet wurden. Die PS Regierung kündigte nun an, dass das Unternehmen wieder privatisiert werden soll. Der Staat hatte in der Pandemiekrise 2020 wieder die Kontrolle über die TAP übernommen.