Die Mina do Barroso soll im Marão Gebirge bei Covas do Barroso in der Provinz Trás-os-Montes durch die britisch-australische Bergwerksgesellschaft Savannah Resources ausgebeutet werden.  Das Leichtmetall Lithium gibt es vor allem in Südamerika, aber auch in Nord-Portugal mit den europaweit größten Vorkommen. Doch dort gibt es nun heftigen Widerstand aus der Bevölkerung gegen den Abbau. Dies spürte nun auch der portugiesische Energie-Staatssekretär, João Galamba, als er vergangenen November in das Dörfchen Covas kam, um die Regierungspläne für ein Lithiumbergwerk vorzustellen. Er wurde von aufgebrachten Bürgern mit Sprechchören und Transparenten empfangen.

In einer Sendung des Deutschlandradios Kultur ist eine Bewohnerin im Originalton zu hören: „Wir haben Angst um unsere Gesundheit, das Wasser, die Umwelt, um unsere Heimat. Wir werden den Kampf gegen dieses Bergwerk nicht aufgeben, niemals. Selbst wenn wir sterben: Auf dieser Seite des Marão-Gebirges haben die das Sagen, die hier leben!“ Eine in Auftrag gegebene Umweltverträglichkeitsstudie liegt bis heute nicht vor und deshalb traut die lokale Bevölkerung den Politikern und Industrievertretern nicht. Aus Südamerika wissen wir, dass die Produktion von Lithium große Mengen von Süßwasser benötigt, das zum Auswaschen des Rohstoffes notwendig ist. Nach Verwendung ist das Wasser entsprechend unbrauchbar und verseucht. Effekte, wie die Absenkung des Grundwasser können ebenfalls die Folge sein. ARTE brachte hierüber einen sehenswerten Dokumentarfilm:

Wie praktisch in allen solchen Fällen argumentiert die Politik mit der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Hier sollen u.a. 300 davon entstehen. Jedoch kann man damit die Bedenken der Bevölkerung in Hinblick auf die Umwelt nicht ungeschehen machen. Die Lithiumreserven Portugals könnten die sechst-größten der Welt sein, man nennt sie bereits das weiße Gold Portugals. In der EU gibt es den Wunsch, selbst leistungsfähige Batterien herzustellen und nicht auf Asien oder Südamerika angewiesen zu sein. Außerdem lockt die Weiterverarbeitung des Rohstoffs für die Batterieproduktion, die in Porto in einer neuen Fabrik stattfinden könnte.

 ARTE bringt hierüber einen sehenswerten Dokumentarfilm: am 7.11.2020 um 17.15 Uhr

Im Internet gibt es bereits eine Petitiondie die Politiker Portugals darum bittet, von einer Genehmigung der Ausbeutung dieser Mine abzusehen.