"A Pesca por um Mar sem Lixo" (Fischen für ist ein Meer ohne Müll) ist das Motto eines ehrgeiziges Projektes zur Reduktion von Abfällen entlang der portugiesischen Küste. Jetzt beteiligen sich auch 67 Fischer mit 31 Booten aus Lagos. Der Fischereihafen der Algarve-Stadt ist der 17. Hafen landesweit, der sich der Meeresreinigung angeschlossen hat. Das Projekt ist Teil einer freiwilligen Verpflichtung, die Portugal gemeinsam mit anderen Ländern zur nachhaltigen Entwicklung der Weltmeere eingegangen ist.


“Desenvolvimento Sustentável 14 – Oceanos” gehört zur Agenda 2030 der Umwelt und Meeres-Politik Portugals (https://www.dgpm.mm.gov.pt/agenda-2030). Die beteiligten Fischer sammeln den an Bord angefallenen Abfall wie auch den Müll aus den Fangnetzen und stellt geeignete Behältnisse für die Aufnahme der Abfälle und deren Weiterleitung zum Recycling bereit. Hier findet eine Kooperation mit regionalen Unternehmen statt, unter anderem mit dem Müllverwerter ‘Algar’, der spezielle Container zur Verfügung stellt. In Küstennähe werden besonders häufig Plastikbecher und Plastiktüten, Getränkeverpackungen, Dosen und Styropor geborgen.


Der Fischereihafen in Lagos gehört nun zu einem landesweiten Verbund, an dem sich bereits 745 Fischerboote, 2.814 Fischer sowie an die achtzig Verbände, Gemeinden, Abfallverwerter, NGO und Hafenverwaltungen beteiligen. Das Projekt wurde in der Algarve auch an der Ilha da Culatra (im Jahr 2017), in Sagres, Portimão, Quarteira und Olhão (2019) sowie landesweit in Peniche (2016), Aveiro (2017), Figueira da Foz und Sesimbra (2018), in Póvoa de Varzim, Setúbal, Matosinhos, Nazaré und Sines (2019) sowei in diesem Jahr in Cascais und Viana do Castelo umgesetzt.

Text: Henrietta Bilawer/Facebook