Nach den aktuell höheren Infektionszahlen der Corona Pandemie wurde in Portugal am 14.10. erneut das gesundheitliche Notfallregime verlängert (situação de contingência). Ab 24.9. klassifizierte Deutschland die Region um Lissabon zu einem Risikogebiet. Wer von dort nach Deutschland einreist muss innerhalb von 2 Tagen einen Test vorlegen und fällt unter die Quarantäneregelung. Am 30.9. war der Durchschnittswert für 7 Tage landesweit auf 47.1 Infektionen per 100.000 Einwohner gestiegen. Damit also der zweithöchste Wert seit Ausbruch der Epidemie. Am 13.10. war dieser Wert schon auf über 50 Infektionen gestiegen.  


Das  geltende Notfallregime gilt weiterhin für den gesamten Kontinent. Seit ca. einer Woche tendieren die täglichen Zahlen zu mehr als 1000 Neuinfektionen pro Tag im ganzen Land und dies ist ein Indikator für eine stetige Zunahme der Epidemie. Schwerpunktmäßig sind natürlich die Metropolregionen Lissabon und Porto betroffen, doch es kommt auch öfters vor, dass in Kleinstädten Infektionsherde auftreten. Nach wie vor kann man die Pandemie nicht mit den Zuständen in Spanien vergleichen, wo es täglich Tausende sind, die sich insbesondere in Madrid, Barcelona und im Baskenland neu infizieren  Die portugiesische Regierung verhängte die folgenden Maßnahmen: 

  • Menschenkonzentrationen auf öffentliche Straßen und gewerbliche Einrichtungen sind eingeschränkt und auf zehn Personen begrenzt, sofern sie nicht demselben Haushalt angehören. 
  • Verbot des Verkaufs alkoholischer Getränke in Servicebereichen oder an Tankstellen. Außerdem ist in Einzelhandelsgeschäften, einschließlich Supermärkten und Verbrauchermärkten, der Verkauf von alkoholischen Getränken ab 20 Uhr verboten.
  • Der Konsum von alkoholischen Getränken auf öffentlichen Straßen ist weiterhin verboten, und Alkohol ist auch in Außenbereichen von Restaurants und Getränken nach 20.00 Uhr verboten, außer im Rahmen von Abendessen. 
  • Restaurants, Cafés und Konditoreien, die 300 Meter von geöffneten Schulen entfernt sind, werden maximal vier Personen pro Gruppe zugelassen, es sei denn, sie gehören demselben Haushalt an.
  • Gewerbliche Einrichtungen sollten erst ab 10 Uhr geöffnet sein (mit Ausnahme von Cafés, Konditoreien, Friseuren oder Fitnessstudios) und sollen zwischen 20 und 23 Uhr schließen.
  • Ausnahme bilden hier die Restaurants, die nach wie vor bis Mitternacht geöffnet sein können. 
  • Publikum in Sportstätten ist weiterhin nicht erlaubt um Kontaminationsrisiken zu vermeiden