Der Monat nähert sich dem Ende, und der Juni-Beginn bringt wieder einige Änderungen: Die meisten Hotels öffnen wieder (Übersicht betr. Algarve: https://www.sulinformacao.pt/2020/05/junho-e-mes-de-reabertura-para-os-hoteis-do-algarve/?fbclid=IwAR3V6GghBu9MuaQ0HxpyswoE2_iSDyyNVEZlc7ziIH4OR6cxMnHLW7T4CVA), auch nahezu alle anderen Schließungen von Verkaufs-Flächen, Kinos, Theater u.a., werden aufgehoben. Ausnahmen gelten u.a. für Einkaufszentren im Großraum Lissabon, wo es zuletzt in einigen Gemeinden zu neuen, lokalen Infektionen in nennenswerter Zahl gekommen war.
 
Die Landgrenzen, wo die Ausländerbehörde SEF seit dem 16.März (Beginn des Lockdowns) rund eine halbe Million Ein- und Ausreisende kontrolliert hat, bleiben für Touristen und Reisende ohne zwingenden, nachzuweisenden Grund bis auf Weiteres bis zum 15.Juni geschlossen, während das Nachbarland Spanien bereits angekündigt hat, seine Grenzen frühestens am 15.Juli, also einen Monat später, zu öffnen.
 
Mitte Juni soll auch der Flugverkehr wieder durchstarten. In diesem Zusammenhang fordert Francisco Amaral, Bürgermeister der Algarve-Stadt Castro Marim, dass ankommende Passagiere am Flughafen Faro entweder einen kurz vor der Abreise daheim getätigten und negativ ausgefallenen Corona-Test nachweisen oder sich andernfalls bei der Ankunft testen lassen sollen. Amaral, der selbst Arzt ist, hält dies als Verpflichtung für notwendig, um die übrigen Reisenden sowie die gesamte Region nicht der Gefahr eines Infektions-Ausbruchs auszusetzen, dessen Ursprung und Weiterverbreitung dann auch nicht mehr nachzuvollziehen sei. Die Lage in der Algarve sei stabil mit einer minimalen Anzahl Infizierter, dies dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden.
 
Die Testergebnisse seien auch notwendig, um das “Clean and Save”-Siegel für die Tourismusbranche zu gewährleisten. Nur so werde auch das Versprechen von Regierungschef António Costa zu halten sein, demzufolge “keine Quarantäne für Menschen vorgesehen ist, die aus dem Ausland kommen”, weswegen er der Öffnung der Grenzen ruhig entgegensehe, wenn dies “nicht übereilt geschieht.”

Strand im Sommer in Portugal ohne Menschen ? , Foto: Claus Bunk


"Es ist eine außergewöhnliche Zeit, die außergewöhnliche Maßnahmen erfordert", so Catarina Gonçalves, die Koordinatorin des Blaue-Flagge-Programms der ‘European Blue Flag Association’ (ABAE). Die ABAE arbeitet gemeinsam mit den Gesundheits-Behörden, der Umwelt-Agentur APA, dem Institut für die Rettung Schiffbrüchiger, dem Städtetag, der GNR und der Polícia Marítima sowie mit den Konzessionären der Strände, denen es normalerweise obliegt, die Infrastruktur von der Sonnenliege bis zum Rettungsschwimmer aufrecht zu erhalten, aber in diesem Jahr vermutlich andere zusätzliche Aufgaben bewältigen müssen.


Und: "Es gibt Strände von großer Ausdehnung, wo große Menschen-Ansammlungen leicht zu vermeiden sind, und es gibt andere, wo wenig Platz ist. Danach werden wir uns richten.” es wurde ein Hinweis-Heft für Strandbesucher und Konzessionäre ausgearbeitet, das über die Regeln des Badebetriebs unter Berücksichtigung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus informiert.


Der Zugang zu den Stränden wird unter Berücksichtigung der Konzessionsfläche und der Größe des Strandes und des Abstands zwischen den Liegeflächen (mindestens zwei Quadratmeter) geregelt. Beim Betreten der Strandbars soll eine Maske obligatorisch sein.


Texte von Henrietta Bilawer