Am Mittwoch den 3. April 2019 um 20 Uhr wird es eine Lesung  unter dem Titel "Brasilien, quo vadis?" unserer Übersetzerinnen (PHG-Mitglieder  Maralde Meyer-Minnemann, Karin von Schweder-Schreiner und Barbara Mesquita) mit brasilianischer Literatur geben. 

Ort: in der Buchhandlung Kortes, Elbchaussee 577 - in  Hamburg-Blankenese 

Mit der Wahl des rechtspopulistischen Jair Bolsonaro zum brasilianischen Staatspräsidenten, der sich offen zu der bis 1986 herrschenden Diktatur bekennt, mehren sich besorgte Stimmen über den weiteren Weg dieses faszinierenden Landes. Hamburgs renommierte Übersetzerinnen aus dem Portugiesischen Maralde Meyer-Minnemann, Karin von Schweder-Schreiner und Barbara Mesquita lesen Auszüge aus von ihnen ins Deutsche übertragenen Werken brasilianischer Autoren, die zwar höchst unterschiedlich sind, aber jeder für sich eine oder mehrere Facetten der politischen Verhältnisse Brasiliens spiegeln. Es sind Südamerikas meistgelesener Kult-Autor Paulo Coelho, der in jungen Jahren mit der Geheimpolizei Bekanntschaft gemacht hat, danach aber seine ganz eigenen esoterischen Wege gegangen ist, Chico Buarque, berühmtester Sänger und Komponist des Landes und seit etlichen Jahren auch Buchautor („Mein deutscher Bruder“), während der Diktatur verfolgt und ins Exil getrieben und nun schon wieder im Fadenkreuz der neuen Machthaber und Brasiliens erfolgreiche Autorin Patrícia Melo, in deren soeben erschienenem Roman „Der Nachbar“ uns die ganze Härte des Alltags in São Paulo entgegentritt.

Die Lesung wird moderiert von Dr. Peter Koj. Eine Veranstaltung der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft.