1. November 2019 Besuch der Chave Lusófona

Nach langer Zeit bekam die PHG mal wieder Besuch von ihrer „kleinen Schwester“ aus Bremen. Die interkulturelle Gesellschaft Chave Lusófona (wörtlich „portugiesischsprachiger Schlüssel“, so benannt nach dem Bremer Stadtwappen) arbeitet seit ihrer Gründung (2002) eng mit der PHG zusammen. Gemeinsam mit der PHG und dem Deutsch-Portugiesischen Kulturverein Cuxhaven bildet sie das portugiesische „Nordsee-Dreieck“/ Triângulo do Mar do Norte, ein von unserem ehemaligen 1. Vorsitzenden Dr. Peter Koj in Anlehnung an das große historische Dreieck (Portugal-Brasilien-Angola) scherzhaft gebildeter Begriff. Unter der Leitung ihrer 1. Vorsitzenden, PHG-Mitglied Algeth Weerts, setzte sich eine fünfköpfige Gruppe am Samstag-Mittag in den Zug nach Hamburg, um eine Aufführung des Schauspielhauses von José Saramagos Stadt der Blinden zu besuchen.

Peter Koj nahm die Gruppe am Bahnhof Altona ein Empfang und führte sie durch das verkehrsberuhigte Ottensen In das Café Veloso. Hier in der Friedensallee 7-9, gleich neben der Zeise-Halle, wurden sie von der Besitzerin D. Maria Alice bewirtet. Neben einer Riesenauswahl an Kuchen aus der eigenen Bäckerei in Tornesch gab es auch diverse salgados und als warmes Tagesgericht eine deftige portugiesische Kohlsuppe (sopa de couve). Von dort ging es in das nahegelegene Altonaer Museum. Unsere Bremer Freunde zeigten sich beeindruckt von der Präsentation der maritimen Schätze des nach der Renovierung in neuem Glanz erstrahlenden Museums. Interessant auch die Sonderausstellung über den Ottenser Dichter Peter Rühmkorf (1919 –2008). Dazu konnte Peter Koj einen kleinen Bericht über den Auftritt Rühmkorfs an der Lissabonner Universität Anfang der 80er Jahre beisteuern, auf dem der Dichter auf den streitbaren Hein Semke (1899–1995) traf (wir haben dem einst nach Portugal geflüchteten Hamburger Künstler die Portugal-Post 28 gewidmet). Zur abendlichen Aufführung ließ Peter Koj die Gruppe jedoch alleine. Da er den gleichnamigen Roman des portugiesischen Nobelpreisträgers gelesen hatte und die dort geschilderten Grausamkeiten eines in Anarchie versinkenden Staates von der Lektüre kannte, versagte er sich, diese auf der Bühne noch einmal dargestellt zu sehen. Doch nun hoffen wir, dass es bald mal wieder eine Gelegenheit des Zusammentreffens des portugiesischen Nordsee-Dreiecks gibt es, sei es in Hamburg, Bremen oder Cuxhaven. Hier noch die neue WEB Seite der Bremer: https://chave-lusofona.de/- ein Besuch lohnt sich!!