Rückblick

 

  1. Mai 2019 Dia da Língua Portuguesa

 

Das Instituto Camões an der Universität Hamburg hatte zum um diesjährigen „Tag der portugiesischen Sprache“ zu einem besonders spannenden Thema eingeladen. Unter dem Motto „Traduzir o(s) outro(s): uma missão possível?” wurde danach gefragt, wieweit eine adäquate Übertragung fremdsprachiger Literatur, in diesem Fall vom Portugiesischen ins Deutsche, möglich ist. Dazu waren aus Mainz bzw. Germersheim und Heidelberg Prof. Cornelia Sieber, Dr. Ângela Nunes und Dr. Rosa Rodrigues angereist. Außerdem hatte die Leiterin des Instituts Dr. Ana Maria Delgado die drei Hamburger Spezialistinnen für die Übersetzung portugiesischsprachiger Literatur ins Deutsche eingeladen: Maralde Meyer-Minnemann, Karin von Schweder-Schreiner und Barbara Mesquita. Zudem konnte sie als Förderer der Veranstaltung den portugiesischen Generalkonsul Luís Filipe Cunha und Dr. Peter Koj als Vertreter der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft  begrüßen.   

 

 

Interessierte Besucher beim Dia da Língua Portuguesa, Foto: Jessica Nieri

Am Vormittag stellten die Gäste aus Germersheim die im Leipziger Literaturverlag unter dem Titel Von Weiß bis Schwarz erschienene Anthologie mit Übersetzungen zeitgenössischer portugiesischer Autorinnen und Autoren vor, ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit den in Germersheim das Fach Übersetzung Studierenden entstanden ist. Anschließend brachte Rosa Rodrigues in einem Runden-Tisch-Gespräch die Hamburger Übersetzerinnen dazu, den zahlreich erschienenen Zuhörenden einen Einblick in ihre Tätigkeit zu geben. Am Nachmittag wurde dies noch dadurch vertieft, dass die Übersetzerinnen an ausgewählten Beispielen den Weg aufzeigten, den der jeweilige literarische Text von der Erstfassung der Übersetzung über die von ihnen beim Verlag eingereichte Version bis hin zu seiner Veröffentlichung zurücklegt. Es ist ein langer, beschwerlicher, leider aber auch schlecht bezahlter Weg. Er verlangt vom Übersetzenden nicht nur profunde Kenntnisse der Ausgangssprache, sondern auch intime Kenntnisse des Landes, seiner Geschichte, seiner Lebenswelten. Diese Kenntnisse und Fähigkeiten machen den Übersetzenden, sofern sie/er auch noch über eine hohe Sensibilität für die Zielsprache besitzt, zur Ko-Autorin bzw. zum Ko-Autor des übersetzten Werkes.      

Bericht von Dr. Peter Koj     

     

Die drei Übersetzerinnen, Maralde Meyer-Minnemann, Karin von Schweder-Schreiner und Barbara Mesquita mit  Rosa Rodrigues, Foto: Jessica Nieri