Rückblick: Bericht von der Vernissage am 1.April 2015 in der Gallerie des Restaurants NAU - Buchpräsentation Português, meu amor

 

Der Schmetterling Verlag (Stuttgart) präsentierte am 1. April seine Neuerscheinung Português, meu amor. Annäherungen an eine spröde Schöne. Autor ist PHG-Vorstandsmitglied Dr. Peter Koj. Das Buch vereint 49 Exkurse zur portugiesischen Sprache, die in den letzten zwanzig Jahren in verschiedenen Publikationen erschienen sind ( Portugal-Post , ESA u.a.). Illustriert wurden sie von der bekannten Hamburger Zeichnerin Marlies Schaper, ebenfalls von der PHG. Der Ort der Präsentation konnte nicht passender gewählt sein: die Galerie des portugiesischen Restaurants Nau in der Ditmar-Koel-Str.13. Hier, vor dem Hintergrund der Originale der Buchillustrationen, bewirtete Carlos Vasconcelos die ca. 40 geladenen Gäste mit seinen Petiscos und Weinen aufs Köstlichste.

Vernissage in der Galerie des Restaurants NAU mit den geladenen Gästen, Foto: Hans-Jürgen Odrowski

Aufgrund der durch Sturmtief Niklas auf den Bahnstrecken angerichteten Schäden musste Jörg Hunger vom Schmetterling Verlag sein Kommen kurzfristig absagen. An seiner Stelle begrüßte der Autor die Gäste, mehrheitlich PHG-Mitglieder, darunter die Hamburger Übersetzerinnen Maralde Meyer-Minnemann, die das Vorwort zu dem Buch geschrieben und Karin von Schweder-Schreiner, die das Buch redaktionell betreut hat. Erschienen waren auch Ana Maria Delgado, die Leiterin des Instituto Camões an der Universität Hamburg, Prof. Martin Neuman, Direktor des Seminars für Romanistik an der Universität Hamburg und der Conselheiro das Comunidades Portuguesas Alfredo Stoffel, selbst PHG-Mitglied und langjähriger Freund des Autors.

Die Illustratorin des Buches Marlies Schaper und Dr. Peter Koj, Foto Hans-Jürgen Odrowski

Nach der Begrüßung durch den Autor ergriff Luísa Pais Lowe, die portugiesische Generalkonsulin in Hamburg und Ehrenpräsidentin der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft, das Wort. In ihrer in bemerkenswertem Deutsch frei gehaltenen Rede hob sie die Bedeutung des Erwerbs der Sprache des jeweiligen Gastlandes hervor und das affektive Verhältnis, das man zu dieser Sprache entwickeln kann. Dies konnte sie nicht nur für ihr eigenes (Liebes)Verhältnis zur deutschen Sprache konstatieren, sondern meinte diese Emotionalität auch bei der Lektüre von Peter Kojs Buch in Bezug auf das Portugiesische immer wieder herauszuspüren. Ähnlich bewertete Ferdinand Blume Werry in seiner anschließenden Einführung in das Buch die Wirkung, die es auf ihn hatte. Er, der „Mann der ersten Stunde“, berichtete wie er Ende der 90er Jahre zusammen mit dem Autor die Portugal-Post als offizielles Organ der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft begründete und wie Peter Kojs Ausflüge in die portugiesische Sprache in der Kolumne „Essa nossa ditosa língua“ von Anfang an fester Bestandteil der Zeitschrift waren. Zudem zeigte er sich von dem Witz und Charme der Schaperschen Illustrationen begeistert, die die Aussagen der jeweiligen Artikel kongenial transportieren.

"Fado Nosso" spielte zu Ehren der Herausgabe des Buches, Foto: Hans-Jürgen Odrowski

Aufgelockert wurden die verschiedenen Wortbeiträge durch die Gruppe Fado-Nosso. Die Fadistas Helena de Castro und Francisco Fialho, begleitet von Francisco Pereira an der portugiesischen Gitarre und Michel Pereira an der klassischen Gitarre, präsentierten sich in Top-Form und begeisterten die Anwesenden durch ihren engagierten Vortrag. Ein allen in seiner fröhlichen Herzlichkeit unvergesslich bleibender Abend klang für die Mehrheit der Gäste mit einem gemeinsamen Abendessen im benachbarten Restaurant Porto aus.

Marlies Schaper, Dr. Peter Koj und die Generalkonsulin Portugals in Hamburg Luísa Pais Lowe, Foto: Hans-Jürgen Odrowski

Sehen sie weitere Fotos von der Vernissage, die uns von Glyn Lowe freundlichst zur Verfügung gestellt wurden.

Sehen sie weitere Fotos von der Vernissage, die uns von Wolfgang Mackens freundlichst zur Verfügung gestellt wurde.