Do  26.10. 19:30 Uhr So lacht Portugal. Peter Koj (Texte) und Marlies Schaper (Illustrationen) stellen ihre soeben im Schmetterling Verlag erschienene zweisprachige Sammlung mit portugiesischen Witzen vor. Dazu gibt es ein Gläschen Rotwein vom Douro.

Ort: Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a (Martinistr. 40)

Eintritt: € 5,-, PHG-Mitglieder frei

Mit dem dritten  Band seiner Trilogie, die man in Anlehnung an Terence Rattigans Theaterstück French Without Tears auch „Português sem lágrimas“ nennen könnte, liefert Peter Koj einen weiteren Baustein zu einem spielerischen und lustvollen Erwerb der als schwierig geltenden portugiesischen Sprache. Ging es im 2015 erschienenen Português meu amor. Annäherungen an eine spröde Schöne  um den leichteren Umgang mit unterschiedlichsten Aspekten des Portugiesischen und bot das im letzten Jahr erschienene Passatempo Proverbial. Spaß mit portugiesischen Sprichwörtern 600 portugiesische Sprichwörter in zweisprachiger Form zur Selbstbetätigung, so möchte der vorliegende Band mit seinen 150 portugiesischen Witzen ein  Kompendium zu einer weiteren Gattung sein, die in den klassischen Lehrwerken eher ein Schattendasein führt.

 Ähnlich wie die Sprichwörter werden die Witze in zweisprachiger Form dargeboten und sind wieder mit Tuschzeichnungen der Hamburger Künstlerin Marlies Schaper illustriert. Sie sind nach neun Themenkreisen sortiert (In der Schule, Kirche und Religion, Politik und Wirtschaft, Ärzte und Psychiater, Tierwitze u.a.). Die meisten Witze sind in Dialogform und da sie zudem den aktuellen Sprachstand repräsentieren, bedienen sie ein Register, das dem Portugiesischlernenden, der am heutigen gesprochenen Portugiesisch interessiert ist,  eine wahre Fundgrube der mündlichen Äußerung bietet. Die Witze können zudem im Sprachunterricht auf vielfältige Weise eingesetzt werden. Man kann sie aber natürlich auch einfach nur aus Spaß an der witzigen Auflösung lesen. Einige Witze sind aufgrund ihrer Aktualität auch unter landeskundlichen Aspekten interessant, wobei die Witze über die Alentejaner eine besondere Rolle spielen.        

 Peter Koj ist promovierter Romanist und Anglist. 1976-1983 Lehrtätigkeit an der Deutschen Schule Lissabon. 1984-2000 Portugiesisch-Unterricht am Gymnasium Hochrad und Prüfungsbeauftragter für Portugiesisch am Studienkolleg Hamburg. Seit Mitte der 80er Jahre interkulturell tätig (Deutsch-Portugiesische Gesellschaft, Kulturkreis Portugal in Hamburg, Portugiesisch-Hanseatische Gesellschaft). Er wurde 1996 für seine Verdienste um die Verbreitung der portugiesischen Sprache und Kultur mit dem großen Preis der Stiftung Casa da Cultura de Língua Portuguesa an der Universität Porto ausgezeichnet.

 Die Illustrationen stammen von der Malerin und Diplomgrafikerin Marlies Schaper. Sie ist Absolventin der heutigen Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg und bekannt für ihre Gestaltung maritimer Motive.