Am 10. November, dem 83. Geburtstag der Hamburger Künstlerin Elisabeth Axmann, nahm eine Delegation der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft an der feierlichen Übergabe des von ihr geschaffenen Werkes Em nome do Pai, do Filho e do Espírito Santo an das Museu do Castelo von Sines teil. Das monumentale Werk besteht aus 9 Zeichnungen von je 56 x 56 cm, die zusammengefügt die Takelage eines portugiesischen Entdeckerschiffes mit dem entsprechenden Christuskreuz ergeben. Die Übergabe dieses Werks stand ganz im Zeichen der engen maritimen Verbindung zwischen der Hafenstadt Sines mit ihrem großen Sohn Vasco da Gama und der Hansestadt Hamburg (mit ihren „Pfeffersäcken“), die wie keine andere Stadt Deutschlands von der Entdeckung des Seewegs durch Vasco da Gama im Jahre 1498 profitiert hat. Zur 500. Wiederkehr des Jahrestags von Vasco da Gamas erster Seefahrt nach Indien veranstaltete die PHG unter dem Titel Mais Malagueta – mehr Pfeffer im Mai 1998 eine Veranstaltungsreihe, in deren Rahmen sich eine Hamburger Künstlergruppe unter dem Namen DA · GAMA · GANG zusammenschloss, darunter unsere Mitglieder Elisabeth Axmann und Ferdinand Blume-Werry. Ihre Ausstellung Seeweg – Sehwege auf der Rickmer Rickmers, dem ehemaligen Segelschulschiff der Portugiesischen Marine Sagres I, erregte damals großes Aufsehen, insbesondere Elisabeth Axmanns großformatiges Werk. Im Jahr darauf wanderte die Ausstellung auf Vermittlung unseres Mitglieds Annette Spiering nach Sines, wo sie im Centro Cultural Emmerico Nunes (CCEN) zu sehen war. Vor ein paar Monaten entschloss sich Elisabeth Axmann, ihr Werk der Stadt Sines zu schenken (dazu Peter Kojs Artikel in der Portugal-Post 61 Das Meer von Sines/Mar de Sines). Leider konnte sie aus gesundheitlichen Gründen nicht bei der offiziellen Übergabe anwesend sein, wurde aber durch eine prominente PHG-Delegation würdig vertreten: den 1. Vorsitzenden Luís Pacheco und seinen Stellvertreter Gerd Jückstock, den Webmaster und Chef-Redakteur der Portugal-Post Claus Bunk, sowie Annette Spiering. Luís Pacheco verlas die portugiesische Fassung der Grußbotschaft, die Elisabeth Axmann der Delegation mit auf den Weg gegeben hatte.

Sines‘ Bürgermeister Carlos Manuel Jesus Salvador war dienstlich verhindert und ließ sich durch die Kulturdezernentin Filipa Faria und die Direktorin des Museums Luísa Bruno vertreten. Und auch José Mouro, der bereits 1999 die Ausstellung im CCEN kuratiert hatte, inzwischen jedoch zum Koordinator für Kulturangelegenheiten von Sines aufgestiegen ist, ließ es sich nicht nehmen, Wiedersehen mit Elisabeth Axmanns Kunstwerk zu feiern. Für ihn war es besonders erfreulich zu sehen, wie dieses an seinem neuen Standort nun noch viel wirkungsvoller zur Geltung kommt: Unbehindert von anderen Exponaten lenkt es im Eingangsbereich der Burg unmittelbar den Blick des Betrachters auf sich in unmittelbarer Nähe der Vasco da Gama-Statue am Fuße der Burg. Und wer weiß: Vielleicht geht der Bronzefigur durch den Kopf, dass im fernen Hamburg  an der Kornhausbrücke, ein „Kollege“ von ihm die Speicherstadt bewacht, das einzige freistehende Vasco da Gama-Denkmal außerhalb der lusophonen Welt.

Luís Pacheco verliest die Grußbotschaft von Elisabeth Axmann, neben ihm die Kulturdezernentin der Stadt Sines, Filipa Faria. Foto: Câmara Municipal de Sines

Unterzeichnung der Übergabeurkunde durch Filipa Faria (Kulturdezernentin) und Luís Pacheco (Präsident der PHG),  sowie dem Koordinator für Kultur in Sines José Mouro                                 Foto: Câmara Municipal de Sines

Die Teilnehmer der Zeremonie beim Betrachten des Werkes im Eingangsbereich des Museums (Castelo de Sines). Von rechts nach links: Luís Pacheco, Filipa Faria, José Mouro, Annette Spiering, Gerd Jückstock, Claus Bunk. Foto: Câmara Municipal de Sines.

Beim Betrachten des Werkes von rechts nach links: Gerd Jückstock, Annette Spiering, Claus Bunk, Foto: Câmara Municipal de Sines

 

           Luís Pacheco erhält ein Buch über Sines von der Direktorin des Museums Castelo de Sines, Luísa Bruno. Foto: Câmara Municipal de Sines

Ein Prost auf Elisabeth Axmann, denn sie hatte an diesem Tage Geburtstag und konnte nicht bei uns sein. Foto: Câmara Municipal de Sines